Tanja

Tanja, 23. März 2015 Entwickeln

Ostern – gefärbte Eier und Osterbrot

Bald ist es wieder soweit und wir feiern Ostern – neben Weihnachten wohl eines der schönsten Feste, nicht nur für die Kleinsten! Farbenfrohe Osterglocken und Krokusse lassen sich im Garten blicken, langsam aber sicher stellt sich der Frühling ein.

Eine beliebte Beschäftigung in der Zeit vor den eigentlichen Ostertagen ist das traditionelle Bemalen und Färben von hartgekochten Eiern. Jeder kennt wohl die kleinen bunten Färbetabletten, die in Wasser aufgelöst werden. Gefaerbte Ostereier in SchaleIch kann mich noch gut an mein erstes Ostereierfärben nach der Diagnose Zöliakie erinnern. Langsam tauchte ich mit einem Löffel die Eier in das gefärbte Wasser und stellte mir dabei die Frage: Ist diese bunte Flüssigkeit glutenfrei? Meine Gedanken gingen hin und her: Man isst ja die Eierschale nicht, aber wenn sie gebrochen ist, könnte das Färbemittel in das Ei gelangen? Oder es könnte durch das Eierschälen Gluten an den Fingern sein, wodurch es zu einer Kontamination kommen könnte? Mich ließ die Frage nicht los und so suchte ich im Internet nach einer Antwort. Schnell stellte ich fest, dass ich nicht die Einzige mit diesen Bedenken war! Daraufhin hakte ich beim Hersteller der Färbetabletten nach. Dort erklärte man mir, dass das von mir verwendete Produkt glutenfrei ist.

Wer in Sachen Gluten auf Nummer sicher gehen möchte, dem empfehle ich, die Aufschrift der Färbemittelverpackungen genau zu lesen oder auf der Herstellerseite im Internet nachzusehen. So können nun sorglos die gefärbten Ostereier versteckt werden. Auch kleine glutenfreie Süßwaren von Schär, wie Pausa Ciock, Cerealito, Twin Bar und Chocolix sind sehr beliebt im glutenfreien Osternest!

Gerne trifft sich an Ostern die Familie zum gemeinsamen Osterbrunch. Mit ein wenig Vorplanung lässt sich ein wunderbares Mahl zaubern! Zum Osterfrühstück passen natürlich Eier in allen Variationen – ob hart gekocht, als Rührei, Spiegelei oder köstlich gefüllt. Lachs, Wurst und Käse gibt es für den, der es gerne herzhaft mag. Süßes wie Konfitüre und Gelee, Joghurt, Cerealien und frisches Obst bieten eine vielseitige Auswahl. Glutenfreies Brot darf beim Osterfrühstück nicht fehlen! Je nach Geschmack können Sie auf glutenfreies Baguette, Körnerbrötchen oder Toastbrot von Schär zurückgreifen. Ein typisches Ostergebäck ist der Osterzopf oder das Osterbrot. Dieses klassische Hefeteiggebäck kann natürlich auch glutenfrei zubereitet und je nach Belieben mit Sultaninen verfeinert werden. Ob „einfach so“ oder mit Butter und Konfitüre bestrichen ist es ein köstlicher, glutenfreier Genuss zum Osterfest! Nachfolgend mein liebstes Rezept für das traditionelle, glutenfreie Osterbrot:

Osterbrot neuRezept für Osterbrot
300 g glutenfreies Mehl (Mix B von Schär)
1 gestrichener TL Xanthan
½ P. Backpulver
10 g frische Hefe
Gut 1/8 L lauwarme Milch
60 g flüssige Butter
35 g Zucker
1 P. Vanillezucker
1 Ei
60 g Rosinen (nach Geschmack)
1 Eigelb zum Bestreichen

1. Das Mehl in eine Schüssel sieben und mit Xanthan mischen. In die Mitte eine Mulde drücken und die Hefe hineinbröckeln. Eine Prise Zucker über die Hefe streuen und mit wenig lauwarmer Milch und Mehl zu einem Vorteig anrühren. Diesen zugedeckt an einem warmen Ort 10 Minuten gehen lassen.
2. Dann alle restlichen Zutaten zum Teig geben und gut verrühren. Der Teig soll schön knetbar, also nicht zu weich und nicht zu fest sein. Bei Bedarf mit etwas glutenfreiem Mehl oder Milch regulieren.
3. Den Teig rund formen, auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Mit verquirltem Eigelb bestreichen.
4. Mit einem scharfen Messer ein großes Kreuz als österliches Symbol einschneiden. Etwa 1 Stunde an einem warmen Ort gehen lassen, bis sich das Volumen deutlich vergrößert hat.
5. Bei 190–200 Grad (Ober- und Unterhitze, auf mittlerer Schiene) 25–30 Minuten backen. Auskühlen lassen.

Was sind Eure Lieblingsnaschereien zu Ostern und wie gestaltet Ihr Euer Osterfest? Ich wünsche Euch schöne Ostern 🙂

 

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Tanja

Bereits im frühen Kindesalter stellten sich typische Symptome der Zöliakie bei mir ein. Die Diagnosestellung erfolgte jedoch erst nach einer langen Ärzteodyssee im Alter von 22 Jahren. Einige Zeit später wurde zusätzlich Laktose- und Fruktoseunverträglichkeit diagnostiziert. Da ich leidenschaftlich gerne koche und backe, ließ ich mich nicht entmutigen und ersetzte die herkömmlichen Koch- und Backzutaten in verträgliche Alternativen. Heute gehören die neuen Ernährungsgewohnheiten für mich und meine Familie zum Alltag, da mein Sohn Laktose und Fruktose ebenfalls nicht verträgt. Ich bin ausgebildete Ernährungsberaterin und betreibe den glutenfreien Foodblog "Tanja`s glutenfreies Kochbuch". Ich halte regelmäßig glutenfreie Backkurse ab und die hergestellten Backwaren haben schon auf viele Gesichter ein erleichtertes Lächeln gezaubert.