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Schär Team, 06. Dezember 2013 Entdecken

Zum Haare raufen

Symptome einer Zöliakie sind nicht immer nur im Magen-Darm-Trakt angesiedelt, sondern können sich auf vielfältige Weise bemerkbar machen (siehe dazu: Symptome und Folgeerkrankungen der Zöliakie). So auch beim Haar. Die Erklärung ist simpel: Durch die Unverträglichkeit werden einfach zu wenige Nährstoffe aufgenommen. Vor allem Mangelerscheinungen an Eisen oder Vitamin A und C können zu einer Beeinträchtigung des Haarwachstums führen. Darüber hinaus kann z. B. der Eisenmangel zu Erschöpfung und Müdigkeit führen, wodurch man wiederum anfälliger für Stress und psychische Belastungen wird – in der Folge ebenfalls sichtbar am Haar.

Die Haare Zöliakie-Betroffener sind oft seidig und brüchig, der Haarwuchs schütter. Doch was bedeutet Haarausfall? Der Mensch verliert für gewöhnlich täglich ungefähr 100 Haare, bei einer Haarwäsche sogar bis zu 300. Übersteigt der Haarausfall diese Zahl, so spricht man von Haarausfall (Effluvium). Er kann die gesamte Kopfhaut oder nur einzelne Areale betreffen. Die häufigsten Formen sind:

  • der hormonell-erblich bedingte Haarausfall (androgenetische Alopezie)
  • der kreisrunde Haarausfall (Alopecia areata)
  • der diffuse Haarausfall (Alopecia diffusa)

In vielen Zöli-Foren Zölis findet man Betroffene mit kreisrundem Haarausfall. Doch nicht nur Zöliakiepatienten, sondern auch Menschen, die an Diabetes oder Schilddrüsenfunktionsstörungen leiden, entwickeln öfter einen kreisrunden Haarausfall.  Eine Alopecia areata äußert sich in einzelnen oder mehreren, klar begrenzten, glatten, ovalen bis runden haarlose Stellen. Tritt der Haarausfall flächig am Hinterkopf und an den Seiten auf, spricht man von einer Ophiasis. Die Haut ist gesund und nicht entzündet. Der Haarausfall tritt meist am Kopfhaar auf, aber es können auch das gesamte übrige Körperhaar (dann spricht man von Alopecia universalis), wie zum Beispiel Wimpern, Augenbrauen, Achselhaare, Bart und Schamhaar betroffen sein.

Allgemein (auch ohne Zöliakie) gilt: Der kreisrunde Haarausfall ist die häufigste entzündliche Haarausfallerkrankung. Sie ist die zweithäufigste Ursache für Haarausfall in allen Altersgruppen, wobei Frauen öfter betroffen sind als Männer. Sogar Kinder und Jugendliche können daran erkranken. Am häufigsten tritt die Erkrankung im Alter von 20 bis 40 Jahren auf.  Die Erkrankung ist gutartig und in erster Linie ein kosmetisches Problem. Der Verlust des Haars und die Unvorhersagbarkeit der Erkrankung können für die Patienten – häufig sind gerade auch Jugendliche betroffen – eine große psychische Belastung darstellen.

Was hilft? Die Ursachen sind leider oft unklar, die Therapienmöglichkeiten vielfältig. Oft wird mit nebenwirkungsreichen allopathischen Medikamenten, cortisonhaltige Präparaten behandelt, aber auch mit Naturheilkunde gibt es wohl Erfolge. Wenn es sich um ein psychisches Problem handelt, ist Entspannung angesagt. Doch ist Zöliakie als eindeutiger Verursacher des Haarausfalls ärztlich diagnostiziert, sollten Betroffene z. B. auch auf glutenhaltige Shampoos achten, bzw. auf diese verzichten (siehe dazu: Gluten in Medikamenten und Kosmetik). Im Allgemeinen ist beim Auftreten von kreisrundem Haarausfall immer auch eine Verbesserung der Ernährung empfehlenswert, um den Haarausfall effektiv bekämpfen zu können. Bei strikt glutenfreier Ernährung sind daher die Chancen auf Besserung groß. Holen Sie aber stets einen ärztlichen Rat ein.

(Übrigens können auch die Haut dünn und die Nägel verändert sein: Es bilden sich kleine Grübchen, Rillen oder Aufrauhungen auf der Nagelplatte. Die Lunulae können fleckig gerötet sein, selten kommt es zum vollständigen Nagelverlust.)

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