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Schär Team, 14. Mai 2014 Entdecken

Hände weg von Selbsttherapien

Nahrungsmittelunverträglichkeiten sind auf dem Vormarsch und hinterlassen oftmals verunsicherte Konsumenten, lasen wir am 16. April 2014 unter nachrichten.at. Laut des Artikels haben Experten beim 31. Ernährungskongress des Verbandes der Diätologen Österreichs Ende März 2014 davor gewarnt, sich auf zweifelhafte Methoden und Selbsttherapie einzulassen.

Heutzutage glauben viele Menschen, an einer Unverträglichkeit zu leiden und versuchen häufig, durch selbstverordnete Maßnahmen dem Problem beizukommen. Eine fundierte Diagnose einer Lebensmittelunverträglichkeit könne dann aber schwieriger werden, wenn der verunsicherte Patient selbst herumexperimentiert, erläuterte Univ.-Prof. Dr. Harald Vogelsang von der Universitätsklinik für Innere Medizin III in Wien.

Er und weitere Experten vom Verband der Diätologen Österreichs warnen deshalb die Verbraucher vor einer Selbstdiagnose und Selbsttherapie. Besser ist es, wenn jemand eine Unverträglichkeit befürchtet, dass man zu einem Facharzt geht, bevor man selber versucht das Problem in den Griff zu bekommen.Stethoscope and First Aid Kit isolated

Das Beispiel Gluten zeige es: Drei Arten sind möglich. Die eine ist die Zöliakie, bei der es sich um eine nichtallergische immunologische, chronische Dünndarmerkrankung handelt, zweitens eine sogenannte Intoleranz (vor allem bei Reizdarmpatienten), deren Wurzeln nicht in immunologischen Vorgängen liegen und schließlich eine Weizenallergie, was aber recht selten bei Erwachsenen der Fall ist. Habe man sich schon im „Selbstversuch“ auf glutenfreie Produkte verlegt, werde eine exakte Diagnose erschwert, so der Mediziner. Insbesondere ist es wichtig, dass die Diagnose vor der glutenfreien Ernährung erfolgt. Daher sollte nicht auf eigene Faust eine glutenfreie Diät begonnen werden. Ansonsten müssten diese Patienten, um eine sichere Diagnose zu gewährleisten, erneut über einen längeren Zeitraum Gluten zu sich nehmen. Dies kann sehr unangenehm sein, denn man ruft ja erneut Beschwerden hervor, wenn man nach einer beschwerdefreien Karenzphase wieder mit dem Verzehr von Gluten beginnt.

Die Symptome der Zöliakie sind zudem oft unspezifisch und leicht mit den Symptomen von Nahrungsmittelallergien oder Nahrungsmittelunverträglichkeiten zu verwechseln. Die richtige Diagnose ist deshalb entscheidend, bestätigt auch Dr. Stephanie Baas, medizinische Beraterin der Deutschen Zöliakie Gesellschaft e.V. (DZG) in Stuttgart.

Erst nach der ärztlichen Diagnose kann eine individuelle und maßgeschneiderte Ernährungstherapie abgeleitet werden. Auch bei gleichen Symptomen muss dann die Behandlung für jeden Menschen individuell erfolgen. Zur Anamnese gehört eine genaue Erfassung der Ernährungsgewohnheiten, des sozialen Umfelds und aller anderen Faktoren, die Einfluss auf die Nahrungsaufnahme haben. Betroffene müssen dann umfassend darüber informiert werden, in welchen Lebensmitteln und in welchen Produkten der Auslöser der Beschwerden enthalten ist. Es ist für Patienten sehr wichtig zu wissen, was sie essen können, und nicht nur zu wissen, was sie nicht essen dürfen. Es gehe stets darum, einen persönlichen Ernährungsplan für die Praxis zu entwickeln, der es ermöglicht, das Leben mit einer Unverträglichkeit zu managen.

Quellen: http://www.nachrichten.at/nachrichten/gesundheit/forumgesundheit/Nahrungsmittelunvertraeglichkeiten-steigen;art12300,1361216; http://www.mein-allergie-portal.com/allergie-news/169-zoeliakie-wie-erkennt-man-die-symptome-und-wie-erfolgt-die-diagnose;

 

 

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