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Schär Team, 15. Oktober 2012 Entdecken

Begleiterkrankungen der Zöliakie

Zöliakie kommt selten allein. Als Autoimmunerkrankung kann sie häufig mit anderen (Begleit-)Krankheiten /Kompliaktionen verbunden sein, bei denen sich das Immunsystem gegen körpereigenes Gewebe richtet. Am häufigsten: der Diabetes mellitus Typ 1. Etwa fünf Prozent aller Zöliakie-Betroffenen sind an einem Typ-1-Diabetes erkrankt, umgekehrt etwa der gleiche Anteil Typ-1-Diabetiker an einer Zöliakie (6 bis 8 %), so die Deutsche Zöliakie Gesellschaft e. V. (DZG).

Häufig wird zudem ein wechselseitig gehäuftes Auftreten mit einer entzündlichen Erkrankung der Schilddrüse (Hashimoto-Thyreoiditis) beobachtet. Es kommen Nieren– und Lebererkrankungen vor. Weiterhin Rheumatische Beschwerden. Etwa 20 bis 50 % der neu diagnostizierten Zöliakie-Betroffenen zeigen eine Verminderung der Knochendichte (Osteopenie bis Osteoporose). Viele leiden zusätzlich an einer Laktoseintoleranz (LI) … Des Weiteren können verschiedene Probleme aus dem gynäkologischen Bereich mit einer Zöliakie auftrete, wie z. B. vorzeitige Menopause, verminderte Fertilität (reduzierte Fruchtbarkeit), Probleme bei der Schwangerschaft bei der Frau oder verminderte Gonadenfunktion (Bildung und Abgabe von Spermien) beim Mann. …

Bei (meist hellhäutigen) Erwachsenen (weniger bei Kindern) gibt es außerdem eine sehr seltene, chronische, stark juckende Hauterkrankung: Dermatitis herpetiformis Duhring (DHD) – auch Morbus Duhring, Duhring-Brocq-Krankheit genannt. Die Zöliakie an sich ist bei Betroffenen meist gering ausgeprägt. Oft fehlen klinische Symptome einer Darmerkrankung (asymptomatische Zöliakie). Sie gilt daher als die sogenannte Hautmanifestation der Zöliakie. DHD tritt häufiger bei Männer, und an Stirn, Schultern, Gesäß, Knien, Ellenbogen sowie auf behaarter Kopfhaut, untere Rücken, Gesäß und im oberen Brustbereich in Form von roten Pusteln und Blasen auf. Die Therapie sieht eine Behandlung mit dem Medikament Dapson sowie den Sulfonamiden Sulfapyridin und Sulfamethoxypyridazin vor, und sollte zur Vermeidung von Spätfolgen der gleichzeitig bestehenden Zöliakie aber immer mit einer glutenfreien Diät kombiniert werden.

Wichtig: Mit Zöliakie assoziierte Erkrankungen müssen nicht auftreten, die Wahrscheinlichkeit ist aber erhöht. Ebenso wie die allgemeinen Symptome können die Begleiterkrankungen sehr unterschiedliche Körperregionen betreffen.

Quellen: www.dzg-online.de;  Pfeiffer C. Dermatitis herpetiformis Duhring. Ein klinisches Chamäleon. Hautarzt 2006, Volume 57,Number 11, November 2006 , pp. 1021-1029(9) ; DermIS (Kooperation der Universität Heidelberg und der Universität Erlangen-Nürnberg) http://dermis.multimedica.de/dermisroot/de/29366/diagnose.htm; http://www.schaer.com/de/basisinformationen/wissen-a-z/dermatitis-herpetiformis-dhuring/

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