Ulrike

Ulrike, 07. Mai 2018 Entdecken

Bauchweh? Stell dich nicht so an!

Klingt erstmal krass, oder? Das Körnchen Wahrheit, das hinter diesem scheinbar mangelnden Mitgefühl – Bauchweh, na und? – liegt, fußt aber meistens auf einer Vorgeschichte, die in etwa so aussieht:

Was steckt hinter dem Bauchweh? Ich will es gar nicht wissen!

Meine Freundin Anna klagt wirklich sehr oft über Bauchweh und Durchfall. Als gute Freundin spreche ich ihr natürlich zuallererst mein Mitgefühl aus. Nachdem sie jetzt aber bereits seit ich weiß nicht mehr wann immer wieder über ihre Schmerzen spricht oder bei gemeinsamen Unternehmungen ausfällt, weil sie in der Nähe einer Toilette bleiben will oder muss, habe ich schon mal angefangen zart anzudeuten, dass der Weg zum Arzt nicht der verkehrteste wäre. Nein, will sie nicht, weil sie Angst davor hat, dass etwas Übles dabei rauskommt. Das muss man dann auch mal sickern lassen, oder? Aber mit diesem Meideverhalten ist Anna bei Gott nicht allein.

Anders Beispiel, etwas weit hergeholt, aber trotzdem passend und sehr provokant: Ich selber hatte diesen Winter eine Nebenhöhlenentzündung, die trotz Arzt und Antibiotika nicht verheilen wollte. Jeden Abend bekam ich  richtig starke Schmerzen, und trotz Schmerzmittel kam ich nicht drum herum, ein wenig vor mich hin zu stöhnen, weil es einfach weh tat. Irgendwann sagte dann die Familie, dass sie zwar mitfühlt, aber dieses Gestöhne schon etwas schwer erträglich ist. Könnte man so verstehen: Wenn einer länger leidet, dann nervt der. Krass, oder? Die gute Nachricht: Es geht mir wieder gut, erstens,  und zweitens: Sie haben es auch nicht böse gemeint, sie fühlten sich halt hilflos und machtlos.

Hör auf deinen Bauch!

Zurück zu Anna. Und zum Meideverhalten. Stellt sich die Frage, wie sehr sich der Leidensdruck erhöhen muss, bis man kleinlaut zum Arzt geht. Das ist aber nur ein Thema. Denn auf sein Bauchgefühl zu hören, wenn man ständig Blähungen hat, wenn es immer mal wieder zwickt, wäre schon klug! Selbst wenn es nicht so schlimm ist, das allgemeine Wohlbefinden schränkt es jedenfalls ordentlich ein. Klar, es erwarten einen vielleicht lästige Untersuchungen oder fürchtet sich vor der Diagnose, aber jeder Mensch besitzt nur eine Gesundheit.

Vielleicht muss ich mich dann einschränken.

Damit ein Schritt in die richtige Richtung getan ist, habe ich Anna empfohlen, den neuen Test von Schär  zu machen. Sie hat mir versprochen, dass sie sich in den nächsten Tagen diesen einfachen Selbsttest vornimmt und dann schaut, was dabei herauskommt. Und dass sie sich gegebenenfalls die kostenlose Online-Beratung   in Anspruch nimmt oder gleich direkt zum Arzt geht.  Was soll passieren? Heutzutage leben ziemlich viele Menschen mit diversen Allergien und Unverträglichkeiten. Wenn es darum geht, Gluten aus dem Speiseplan zu verbannen, weil man die Diagnose Zöliakie oder Glutensensitivität bekommt, kann man zwar nicht mehr blind Lebensmittel aus den Regalen räumen. Aber es stehen einen mittlerweile wirklich sehr viele köstliche Alternativen  zur Verfügung. Der allgemeine Trend zur bewussten Ernährung trägt ja noch ein Schäuflein dazu bei, dass immer mehr Menschen – vegetarisch, vegan, weizenfrei, bio und regional usw. usf. – Zutaten und Herkunft studieren. Als Zöli ist man mittlerweile echt nicht mehr der Außenseiter.

 

Helft, die Dunkelziffer ans Tageslicht zu holen!

Und trotzdem: Die Dunkelziffer, was glutenbedingte Unverträglichkeiten betrifft, ist nach wie vor sehr hoch. Deshalb mein Wunsch, meine Einladung, meine Aufforderung: Seid bitte wachsam! Hört auf euren eigenen Bauch und werdet hellhörig, wenn jemand in eurem Arbeitsumfeld, in eurer Schulklasse, im Freundeskreis und natürlich in der Familie über „seltsame Symptome“ spricht. Ihr könnt die Helden sein, die ihnen zu einem beschwerdefreien Leben verhelfen! Auch und vielleicht besonders bei Leuten wie Anna.

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Ulrike

Hallo allerseits! Mein Name ist Ulrike und ich darf euch künftig mit spannenden Neugikeiten rund ums glutenfreie Leben versorgen. Seit ich denken kann, interessiere ich mich brennend für alles, was mit Gesundheit und Ernährung zu tun hat. So ist auch das Kochen mein größtes und liebstes Steckenpferd. Meine Co-Moderatorinnen und ich freuen uns schon darauf, den glutenfreien Alltag mit tollen Artikeln und Tipps aufzupeppen! Viel Spaß, Eure Ulrike