Tanja

Tanja, 21. Dezember 2015 Eintauchen

Traditionsessen an Heiligabend

Bald ist es soweit – Heiligabend steht vor der Tür! Städte erstrahlen im weihnachtlichen Lichterglanz und sorgen für behagliche Stimmung während der dunklen Vorweihnachtszeit. Die Geschenke für die Lieben sind besorgt, verpackt und gut versteckt. Ein prächtiger Tannenbaum wartet schon darauf geschmückt in der Wohnung zu stehen um Kinderaugen zum Strahlen zu bringen. Die ersten Vorbereitungen für das Essen an Heiligabend und den Weihnachtsfeiertagen sind besprochen und so heißt es noch im alljährlichen Weihnachtstrubel die Zutaten zu besorgen.

Bis etwa vor 50 Jahren war das traditionelle Essen an Heiligabend festgelegt, da es damals noch zur Fastenzeit zählte. So wurde fleischlos gegessen, meist ein Fischgericht wie zum Beispiel Salzheringe mit Kartoffeln. In ländlichen Gegenden aß man eher gebackene Hefeteigklöße (Rohrnudeln) und eine Suppe. Nach der traditionellen Christmette gab es dann Bratwürste mit Sauerkraut. Heute gibt es keine festgelegten Regeln mehr, aber dennoch haben sich die Wiener Würstchen mit Kartoffelsalat in vielen Gegenden eingebürgert. Vor allem in Familien mit Kindern ist es ein schnell zubereitetes Essen, denn die Kleinen warten ohnehin sehnsüchtig auf die Bescherung! Die bevorstehenden Weihnachtsfeiertage mit Weihnachtsgans, verschiedenen Beilagen, Dessert und Kuchen versprechen zudem aufwendige und üppige Mahlzeiten!

Fondue Gabel UtensilienGerne wird an Heiligabend aber auch Fondue oder Raclette gegessen. Ich persönlich finde es sehr schön, da man längere Zeit gemütlich zusammensitzen und ein köstliches Mahl genießen kann. So ist bereits seit meiner Kindheit das Fleischfondue unser traditionelles Essen an Heiligabend. Ich erinnere mich noch gut an die Idee meiner Mutter, ein anderes Gericht an Heiligabend zuzubereiten. Diese Idee wurde sogleich von allen anderen Familienmitgliedern binnen Sekunden im Keim erstickt. 😀
Seit meiner Diagnosestellung Zöliakie steht einem glutenfreien Fondueabend natürlich nichts im Wege. Fleisch, Gemüse und Pilze zum Braten im Fonduetopf sind von Natur aus glutenfrei, Dips und Soßen lassen sich einfach glutenfrei herstellen und glutenfreies, helles Brot ist in guter Auswahl erhältlich.

Saucen und DipsEine Bereitstellung der Beilagen für das Fondue ist zwar unkompliziert, jedoch ist für einen gelungenen Abend eine gute Vorbereitung notwendig, vor allem für die Herstellung der Soßen. Verschiedene Soßen und Dips wie: Pfeffersoße, Knoblauchsoße, Remoulade, Mango – Chutney oder Curry – Dipp gehören einfach dazu und schnell hat jeder seine Lieblingssoße für den Abend gefunden. Baguette ist meine Lieblingsbeilage zu Fondue. Ich backe hierzu gerne das Baguette von Schär kurz im Ofen auf und es schmeckt sogleich innen fluffig weich und außen knusprig lecker. Besonders köstlich finde ich als Beilage Knoblauchbaguette, es lässt sich gut vorher zubereiten und ist rasch aufgebacken. Wer mag kann auch Nudelsalat zum Fondue reichen. Sehr lecker schmeckt Nudelsalat mit den Cerealien – Nudeln Fusilli ai cereali von Schär. Verfeinert mit Paprika, Mais, Erbsen, Fleischwurst und einem würzigen Dressing passt Nudelsalat prima. Aber auch Kartoffelsalat und grüne Salate passen gut zum gemütlichen Fondueabend. Antipasti wie in Olivenöl gebratene Zucchini- und Auberginenscheiben, Paprikaschoten, Champignons und Schalotten sowie Oliven sind köstlich und bieten eine gute Abwechslung.

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 Für diesen gemütlichen Abend darf natürlich ein süßer Abschluss nicht fehlen! Passend zur Jahreszeit bietet sich ein Dessert mit typischen weihnachtlichen Gewürzen oder Zutaten perfekt an. Ein saftiger Apfel – Spekulatiusstrudel mit leckeren Spekulatiusbröseln in der Füllung, dazu Vanilleeis und Sahne sind eine köstliche Dessertvariante. Aber auch das Spekulatius – Schichtdessert ist sehr passend und ein beliebtes Dessert, wer es gerne cremig mag. Es lässt sich prima am Tag vorher zubereiten und kann an Heiligabend ruckzuck serviert werden.

Was ist Euer Traditionsessen an Heiligaband?
Ich wünsche Euch und Euren Familien ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest. 🙂

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Tanja

Bereits im frühen Kindesalter stellten sich typische Symptome der Zöliakie bei mir ein. Die Diagnosestellung erfolgte jedoch erst nach einer langen Ärzteodyssee im Alter von 22 Jahren. Einige Zeit später wurde zusätzlich Laktose- und Fruktoseunverträglichkeit diagnostiziert. Da ich leidenschaftlich gerne koche und backe, ließ ich mich nicht entmutigen und ersetzte die herkömmlichen Koch- und Backzutaten in verträgliche Alternativen. Heute gehören die neuen Ernährungsgewohnheiten für mich und meine Familie zum Alltag, da mein Sohn Laktose und Fruktose ebenfalls nicht verträgt. Ich bin ausgebildete Ernährungsberaterin und betreibe den glutenfreien Foodblog "Tanja`s glutenfreies Kochbuch". Ich halte regelmäßig glutenfreie Backkurse ab und die hergestellten Backwaren haben schon auf viele Gesichter ein erleichtertes Lächeln gezaubert.