Ulrike

Ulrike, 15. Januar 2018 Eintauchen

Neujahrsvorsatz „mal anders“

Hallo ihr Lieben! Na, gut in das neue Jahr gestartet? Der halbe Januar ist schon um, und wahrscheinlich ist bei einigen von euch der eine oder andere Neujahrsvorsatz schon gebröckelt. Fast klüger, sich erst gar nichts vorzunehmen. Oder doch nicht? Ich persönlich habe mich dieses Jahr für einen „etwas anderen Neujahrsvorsatz“ entschieden. Neugierig?

 

Anders ist besser.

Neujahrsvorsätze sind ja prinzipiell eine gute Sache. Nur haben die Klassiker dieser oft radikalen Lebensumkrempelungsvorhaben aus meiner Sicht einen großen Denkfehler. Erstens sind die Ziele meist viel zu hoch gesteckt – und wenn man es dann nicht schafft, weil der Brocken einfach unverdaulich ist, fühlt man sich mit Sicherheit wie ein Versager. Und zweitens ist an fast jeden Neujahrsvorsatz etwas gebunden, das man gerade als Zöli am wenigsten gebrauchen kann: das Verzichten. Mal ehrlich, wenn man ohnehin immer aufpassen muss, was man isst, will man sich dann noch zusätzlich einschränken? Muss nicht sein. Veränderung geht auch anders, ohne Verzicht und Versagerfeeling. 🙂 Im Kleinen nämlich, frei nach dem Grundsatz: Die Dinge ein kleines bisschen anders machen.

 

Kleine Schritte, große Wege

„Heute nehm ich mal den Gehsteig auf der anderen Straßenseite.“

„Heute setze ich mich am Mittagstisch auf einen anderen Platz.“

Eine sehr kluge Freundin von mir sagte neulich, dass Veränderung im ganz Kleinen beginnt. Sie meinte, ich sollte doch einmal ausprobieren, wie es ist, scheinbar unwichtige Kleinigkeiten anders zu machen. Das hab ich mir nicht zwei Mal sagen lassen. Es war wahrlich keine große Überwindung, die Straßenseite zu wechseln. Und wisst ihr was? Von der anderen Seite aus ist mir erstmals aufgefallen, wie schön doch die Häuserfassaden auf „meiner“ Straßenseite aussehen. Ein kleiner Perspektivenwechsel, eine nette kleine Überraschung. Passt J

 

Jeder Tag „anders“

Vielleicht denkt ihr euch jetzt: Pah, was soll das bitte wert sein?  Tja. Die Challenge besteht darin, nicht nur einmal, sondern immer wieder etwas zu tun, was man sonst nie tut.

„Heute putze ich zuerst die untere und danach erst die obere Zahnreihe.“

„Heute gibt es zuerst den Nachtisch, danach die Hauptspeise und zum Schluss die Suppe.“

Mit der Zeit wächst die Herausforderung. Denn es ist gar nicht ohne, sich immer wieder was Neues einfallen zu lassen, schließlich geht es ja nicht darum, von nun an immer auf der anderen Straßenseite zu gehen. Da ist Phantasie gefragt.

„Heute ruf ich jemanden an, den ich schon ewig nicht mehr angerufen habe.“

Meine Tante hat sich so gefreut, als sie meine Stimme gehört hat. Ich sag’s euch: Wenn man jeden Tag etwas anderes macht, fühlt sich das Leben nach kurzer Zeit schon völlig verändert an.

 

Etwas andere Geschmacksvorlieben

„Heute trage ich eine Kerze an das Grab meines Großvaters.“

Ich hab schon lang nicht mehr an ihn gedacht. Apropos Großvater. Mein Opa war mein Held. Wenn es bei uns im Haus fürchterlich stank, dann lag es daran, dass mein Opa Graukäse aß (vergleichbar mit Harzer Käse, Quargel etc.). Er aß ihn mit solchem Genuss, dass ich unbedingt probieren wollte. Erst freute er sich, dass es mir so gut schmeckt, dann wurde ihm bewusst, dass sein verfressenes Enkelkind ihm sicher kein Stück übrig lassen würde, wenn er nicht darum kämpfte. Also sagte er: „Weißt du, wie der Graukäse am besten schmeckt?“ Ich so: „Nö, wie du ihn machst mit Zwiebel und Öl, oder?“ Da musste er laut lachen und sagte: „Nein, er schmeckt erst dann richtig gut, wenn die Würmer drauf herumkrabbeln“. 1 : 0 für Opa, ich hab ihm den Graukäse kampflos überlassen.

 

Anders-artig, oder doch nicht?

„Heute kaufe ich mir einen Graukäse“.

Ohne Würmer. Wobei Insekten und Würmer gerade wieder total im Kommen sind und obendrein sehr gesund und geschmackvoll sein sollen. Außerdem ist es keine hundert Jahre her, dass bei uns in Mitteleuropa Würmer & Co. ganz normal auf dem Mittagstisch landeten. Seit ersten Januar dürfen insektenhaltige Lebensmittel in Deutschland jedenfalls wieder verkauft werden. Total im Trend ist hier momentan der Bux-Burger, entwickelt in Osnabrück, in dem sogenannte Buffalowürmer als Mehl verarbeitet sind. Angeblich sind die Leute in Osnabrück verrückt danach und der Burger geht weg wie die warmen Semmeln. Da wünsch ich recht guten Appetit.

Ich für meinen Teil bleib bei meinem Graukäse mit Zwiebel und Öl.

Wie seht ihr das?

Werdet ihr euch einen „Heute esse ich Würmer“-Tag vornehmen?

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Ulrike

Hallo allerseits! Mein Name ist Ulrike und ich darf euch künftig mit spannenden Neugikeiten rund ums glutenfreie Leben versorgen. Seit ich denken kann, interessiere ich mich brennend für alles, was mit Gesundheit und Ernährung zu tun hat. So ist auch das Kochen mein größtes und liebstes Steckenpferd. Meine Co-Moderatorinnen und ich freuen uns schon darauf, den glutenfreien Alltag mit tollen Artikeln und Tipps aufzupeppen! Viel Spaß, Eure Ulrike