Tanja

Tanja, 09. April 2018 Eintauchen

Glutenfreier Hefeteig gelingt zu einfach!

„Mir ist glutenfreier Hefeteig nie gelungen, da die Herstellung viel zu einfach geht!“. Es klingt paradox, aber ich hatte tatsächlich eine Dame in einem Hefeteig-Backkurs die am Kursende zu dieser Aussage kam! Ich finde diesen Satz so passend, dass ich ihn gerne bei meinen Hefeteig-Kursen zu Beginn wiederhole und mich sogleich ungläubige Blicke der teilnehmenden Personen erreichen. Am Kursende jedoch ist die Aussage für alle Teilnehmer nachvollziehbar und die unzähligen Rückmeldungen über gelungene, prächtige Hefeteigbackwaren bestätigen es zusätzlich!

Doch wie kann es sein, dass glutenfreier Hefeteig „zu einfach geht“?

Angefangen beim Vorteig, ist die Teigherstellung in der glutenhaltigen Bäckerei mit einigen Aufgehzeiten verbunden. Der glutenfreie Hefeteig hingegeben benötigt meist nur eine Aufgehzeit und selbst die Herstellung eines Vorteigs ist nicht zwingend notwendig. Diese eine Aufgehzeit erhält der glutenfreie Hefeteig erst dann, wenn er bereits in Form gebracht wurde. Die Teigherstellung ist kinderleicht und ich bereite Hefeteig am liebsten nach dem All-In Verfahren zu. Das heißt:
– Ich gebe alle trockenen Zutaten für den glutenfreien Hefeteig in eine Rührschüssel und mische diese.
– Dann löse ich die Frisch- oder Trockenhefe in der lauwarmen Flüssigkeit auf und gebe sie mit allen restlichen Zutaten zum Mehlgemisch.
– Nun verknete ich alle Zutaten und bringe den Teig sogleich im Form. Selbst das Kneten der Zutaten dauert nur wenige Minuten, eine lange Knetzeit ist mit der Hefeteig-Mehlmischung Mix B von Schär nicht nötig.

Und hier einige Tipps, damit der glutenfreie Hefeteig gelingt:
Die richtige Mehlmischung ist entscheidend! Die Mehlmischung Mix B von Schär ist für alle Hefeteige ideal, egal ob für süße oder herzhafte Hefeteigbackwaren. Von Berlinern über Osterbrot, Hefezopf, Pizza, Brötchen oder Germknödel – mit der Mehlmischung Mix B gelingt glutenfreier Hefeteig wunderbar.
Die Hefe auflösen. Es spielt keine Rolle ob Frisch- oder Trockenhefe verwendet wird. Jedoch sollten beide Hefearten in der lauwarmen Flüssigkeit, welche für den Teig benötigt wird, aufgelöst werden. Die lauwarme Flüssigkeit darf nicht zu warm sein! Ab einer Temperatur von 37 Grad arbeitet die Hefe nicht mehr ausreichend!
Die richtige Aufgehumgebung. Damit sich der glutenfreie Hefeteig während der Aufgehzeit wunderbar entfaltet, ist die optimale Aufgehumgebung wichtig. Hierzu nutze ich gerne den Backofen. Den Backofen für etwa 10 Minuten auf 50 Grad aufheizen, dann den Ofen ausschalten und einige Minuten warten bis sich eine milde Wärme, etwa um die 30 Grad, eingestellt hat. Nun den geformten Teigling zum Aufgehen in den Backofen geben.

Im neuen Video für Germknödel zeige ich die Herstellung von glutenfreiem Hefeteig ausführlich, damit sich auch zuhause ein tolles Ergebnis einstellt. HIER geht`s zum Video!

 

Viel Spaß bei der glutenfreien Hefeteigherstellung und gutes Gelingen! 😊
Eure Tanja

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Tanja

Bereits im frühen Kindesalter stellten sich typische Symptome der Zöliakie bei mir ein. Die Diagnosestellung erfolgte jedoch erst nach einer langen Ärzteodyssee im Alter von 22 Jahren. Einige Zeit später wurde zusätzlich Laktose- und Fruktoseunverträglichkeit diagnostiziert. Da ich leidenschaftlich gerne koche und backe, ließ ich mich nicht entmutigen und ersetzte die herkömmlichen Koch- und Backzutaten in verträgliche Alternativen. Heute gehören die neuen Ernährungsgewohnheiten für mich und meine Familie zum Alltag, da mein Sohn Laktose und Fruktose ebenfalls nicht verträgt. Ich bin ausgebildete Ernährungsberaterin und betreibe den glutenfreien Foodblog "Tanja`s glutenfreies Kochbuch". Ich halte regelmäßig glutenfreie Backkurse ab und die hergestellten Backwaren haben schon auf viele Gesichter ein erleichtertes Lächeln gezaubert.