Ulrike

Ulrike, 20. März 2017 Eintauchen

Fasten ist total angesagt!

Hallo ihr Lieben!

Täusch ich mich, ist es Zufall oder wird die Fastenzeit tatsächlich immer populärer? Egal. Was mir in den letzten Wochen an Fastenideen und -wahnsinn untergekommen ist, schlägt alles. Interessant dabei ist jedenfalls, dass die Verzichtsgebote bzw. Lebensqualitätsverbesserungsversprechen (was für ein Wort 😉 ) immer phantasievoller werden.

Kasteien wir uns doch 😀

Es brennt mir in den Fingern, ich muss einfach mit einem Beispiel anfangen, das in mir ein ganz großes „Hääääää?“ ausgelöst hat. Die Religionslehrerin meines Sohnes hat allen Ernstes gesagt, so lautete zumindest die Botschaft, die mir weitergetragen wurde, dass sie „Äpfel hasst“ (man muss dazu sagen, dass Jugendliche das Wort „hassen“ sehr gern verwenden und eigentlich „nicht so gern mögen“ meinen) und deshalb in der Fastenzeit täglich einen Apfel isst. Meine erste Assoziation: Das Mittelalter lässt grüßen. Es wird zwar nicht körperlich schmerzhaft sein etwas zu essen, was man nicht mag, aber ich finde es trotzdem masochistisch. Und unnötig! Denn was einem wirklich nicht schmeckt, das will der Körper auch nicht haben. So haben es mir weise Menschen schon öfter gesagt, und es klingt auch völlig logisch.

Fitness-Challenge

Lustiger und wahrscheinlich auch zielführender ist da die Fitness-Challenge, die meine Mädels, allesamt Hundebesitzerinnen, sich und mir auferlegt haben. Die Challenge lautet: Wer schafft die meisten Gassi-Kilometer in der Fastenzeit? Eine Sache, die den Vierbeinern großen Spaß macht und auch uns in keinster Weise schadet – und bei der jeder mitmachen kann, ob er oder sie nun glutenfrei lebt oder aus anderen Gründen und Unverträglichkeiten auf gewisse Lebensmittel verzichtet.

Der Klassiker

„Wie praktisch, ich brauche überhaupt nicht aufpassen, was ich esse“, sagte neulich der zweite Sohn, seines Zeichens Vegetarier, zu mir und spielte auf das klassische Fasten an, bei dem am Aschermittwoch und freitags in der Fastenzeit kein Fleisch gegessen werden darf. In unserer Familie, die eigentlich nicht besonders religiös ist, war das immer ein Thema, und es ist auch in fast allen Religionen zu beobachten, dass in den Fastenzeiten der Verzicht in Kombination mit Essen zelebriert wird.

Ersatzverzicht

Warum sollte ich fasten, wenn ich ohnehin Zöliakie/Laktoseunverträglichkeit/Allergien habe und quasi tagtäglich gezwungen bin zu verzichten? Stimmt natürlich, die Achtsamkeit gegenüber den Dingen, die man zu sich nimmt – was in der Fastenzeit  ja an oberster Stelle steht – ist allgegenwärtig. Trotzdem höre ich immer wieder von Leuten mit Unverträglichkeiten, dass sie in der Fastenzeit trotzdem „fasten“ möchten, indem sie beispielsweise aufs Autofahren verzichten, sich beim Schuhekaufen einbremsen oder das Gläschchen Wein am Abend weglassen.

Intuitiv essen

Mein Liebling unter den Fastentipps, die ich dieses Jahr bekommen habe, stammt von meiner besten Freundin, die ein interessantes Buch zu dem Thema gelesen hat. Lasst mich kurz die Vorgeschichte dazu erzählen: Mein Sohn eins praktiziert diesen „Fastentipp“, seit er klein ist. Was habe ich mich innerlich geärgert, wenn er einen einzigen Löffel Reis übrig gelassen hat und sich stursteif geweigert hat, den kleinen Bissen noch aufzuessen. Und wer hat es gegessen? Die Mama. Fazit: Er hat eine Figur wie ein Athlet und ich hab mir mit seinen letzten Bissen in den Jahren ordentlich was angefuttert. Intuitiv essen heißt, dass man dann essen soll, wenn man Hunger hat, und zwar genau das, was man essen möchte. Bedingung: Man muss aufhören, wenn man satt ist. Irgendwann gelingt es, dieses anfangs bewusste Verhalten zu automatisieren und man isst sich zu seinem Idealgewicht. Klingt doch wunderbar logisch, oder?

Das möchte ich jetzt ausprobieren. Und wie haltet ihr es so mit dem Fasten?

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Ulrike

Hallo allerseits! Mein Name ist Ulrike und ich darf euch künftig mit spannenden Neugikeiten rund ums glutenfreie Leben versorgen. Seit ich denken kann, interessiere ich mich brennend für alles, was mit Gesundheit und Ernährung zu tun hat. So ist auch das Kochen mein größtes und liebstes Steckenpferd. Meine Co-Moderatorinnen und ich freuen uns schon darauf, den glutenfreien Alltag mit tollen Artikeln und Tipps aufzupeppen! Viel Spaß, Eure Ulrike

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