Fabienne

Fabienne, 12. Juni 2017 Eintauchen

Allergien und allergisches Asthma – Meine Geschichte

Hallo ihr Lieben,

heute möchte ich euch ein paar Einblicke in meinen Alltag mit allergischem Asthma geben. Vor mittlerweile über 4 Jahren wurde bei mir allergisches Asthma diagnostiziert. Nach einigen Monaten der Ungewissheit, in denen immer wieder starke Symptome aufgetreten sind, wusste ich also, dass mein Asthma diese Symptome ausgelöst hat. Nur, worauf ich nun eigentlich genau allergisch war, wusste ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht.

Der Anfang meiner Allergien

Komischerweise waren meine ersten allergischen Symptome keine Asthmaanfälle, wie man es bei allergischem Asthma vielleicht vermuten könnte. Stattdessen äußerten sich meine Allergien durch Hautausschläge, geschwollene Lippen / Zunge, ein Kribbeln im Mund, tränende Augen, Bauchkrämpfe und Blähbauch und schlussendlich auch Atemnot. Ich fing also an eine Art Allergietagebuch zu verfassen. Bei jedem Lebensmittel, das ich im Verdacht hatte, notierte ich mir die jeweilige Zubereitungsart bzw. den Zustand des Produktes (gekocht, roh, mit Schale usw.) und die dazu gehörigen Symptome.

Nach einigen Tests und Untersuchungen, wusste ich dann, dass ich starke Pollen- und Gräserallergien hatte. Die Lebensmittel, die mir Probleme bereitet haben, waren typische Kreuzallergien, die durch die Pollen- und Gräserallergien ausgelöst wurden. Je stärker die Pollensymptome waren, desto stärker haben mich auch die jeweiligen Lebensmittel belastet.

Welche Allergien und Unverträglichkeiten habe ich?

Wie gesagt, bin ich von vielen Pollenallergien betroffen. Diese hier alle zu nennen würde wohl den Rahmen sprengen. Aber der Übersicht halber nenne ich euch ein paar Beispiele:

  1. Hasel
  2. Erle
  3. Birke
  4. Gräser / Getreide
  5. Pappel
  6. Rotbuche
  7. Eiche

Im Zuge dessen haben sich bei mir einige Kreuzallergien auf Lebensmittel entwickelt. Nachfolgend auch hier eine kleine Übersicht:

  1. Sellerie
  2. Sesam
  3. Feigen
  4. Datteln
  5. Mango
  6. Paprika

Des Weiteren bin ich von einer Glutenunverträglichkeit und einer Laktoseintoleranz betroffen.

Wie habe ich die Allergien herausgefunden?

Ich gebe zu, dass es eine lange Zeit gedauert hat, bis ich einen Überblick über meine Allergien hatte. Denn die ärztlichen Tests, die man machen kann, sagen letztendlich kein 100 % Ergebnis aus. Die Devise lautet meist „kontrollierte Selbsttests“. Das bedeutet, man führt ein ausführliches Ernährungs- und Allergietagebuch und testet (kontrolliert von Arzt und Aufsichtspersonen) bestimmte Lebensmittel in verschiedenen Konsistenzen. Diese Selbsttests haben sich bei mir über Monate hinweg verteilt. Ich habe sie stets mit einem unwohlen Gefühl durchgeführt, weil ich natürlich nicht wusste ob eine Reaktion eintritt oder nicht. Um wirklich sicher zu sein, habe ich jedes Lebensmittel sogar mehrfach getestet, sowohl in verschiedenen Zubereitungsarten als auch in verschiedenen Mengen und zu verschiedenen Zeitpunkten (starker Pollenflug usw.)

Nach fast einem Jahr hatte ich einen sehr guten Überblick über meine verschiedenen Allergien und Unverträglichkeiten. Das mag jetzt für den einen oder anderen vielleicht sehr mühsam und aufwändig klingen. Das möchte ich auch keinesfalls bestreiten. Aber für mich war es sehr wichtig über meine Allergien und Unverträglichkeiten Bescheid zu wissen, denn dann konnte ich damit umgehen und meine Ernährung dementsprechend anpassen.

Beschwerdefrei?

Um mein Asthma zu behandeln, gehe ich regelmäßig zu Kontrollen zu meinem Arzt. Gegen das Asthma nehme ich dauerhaft Medikamente (in Form von Sprays) und habe für den absoluten Allergie-Unfall auch immer ein Notfallspray und Kortison-Tabletten bei mir. Seit ich jedoch über meine Allergien Bescheid weiß, habe ich die Notfall-Medikamente immer seltener gebraucht. Denn meine Asthmaanfälle haben sich deutlich reduziert und meine Lungenkapazität hat sich sogar verbessert.

Gesundheitlich geht es mir mittlerweile also um Längen besser, als zu Beginn der Diagnose. Trotzdem bin ich nicht 100 % beschwerdefrei. Ich habe noch immer verschiedene Lebensmittel im Verdacht sie nicht zu vertragen! Diese Lebensmittel kamen jedoch erst in den letzten Monaten hinzu. Dafür vertrage ich andere Lebensmittel, die ich vor 3 Jahren nicht essen konnte, mittlerweile wieder sehr gut.

Mein allergiefreundlicher, selbstgemachter Veggie-Burger

Fazit

Ihr seht, es ist ein ständiger Prozess. Ich bleibe aufmerksam, achte auf mich und höre auf meinen Körper und finde mich nicht einfach mit dem „Unwohlsein“ ab. Es lässt sich mit Allergien sehr gut umgehen, man muss sie nur kennen! Dann hat man einen Überblick und kann seinen Alltag und seine Ernährung dementsprechend anpassen. Das ist also auch weiterhin mein Ziel!

Meine Devise lautet immer, dass ich auch mit Allergien und Unverträglichkeiten lecker schlemmen möchte und nicht bereit bin auf liebgewonnene Gerichte zu verzichten. Das hat bisher auch sehr gut geklappt. Ich werde einfach kreativ und probiere mich in der Küche aus 🙂

Eure Fabienne

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Fabienne

Ich bin Fabienne, 24 und lebe seit über 4 Jahren mit allergischem Asthma und im Zuge dessen mit einigen Lebensmittelunverträglichkeiten und Allergien. Ich möchte trotz dieser Unverträglichkeiten nicht auf liebgewonnene Gerichte verzichten und entwickle deshalb leckere Back- und Kochrezepte für Allergiker. Diese teile ich auf meinem Blog freiknuspern.de mit anderen Betroffenen. Außerdem berichte ich über meinen Allergiealltag, gebe Tipps im Umgang mit Unverträglichkeiten und stelle neue Produkte aus dem "frei von" - Bereich vor!