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Schär Team, 18. August 2013 Einkaufen

Gluten in Medikamenten und Kosmetik

KosmetikGluten ist ein Klebereiweiß, das in Getreidesorten wie Weizen, Roggen, Gerste, Hafer oder Dinkel vorkommt. Doch Gluten steckt nicht nur in Lebensmitteln. Auch in Medikamenten und Pflegeprodukten werden glutenhaltige Inhaltsstoffe eingesetzt.

Betroffene sollten daher stets die Inhaltsstoffe von Kosmetik prüfen. Viele Lippenstifte, Zahncremes und Mundspülungen enthalten Gluten, das über den Mund unbeabsichtigt in den Verdauungstrakt gelangen kann. Schon kleinste Mengen reichen aus, um Beschwerden zu verursachen. Aber auch bei 800px-ToothpasteonbrushGesichtscremes, Makeup oder Artikeln zur Gesichtsreinigung ist Vorsicht geboten, besonders für Patienten, die neben der Zöliakie auch an der Hauterkrankung Dermatitis Herpetiformis Duhring leiden.

Die Deutsche Zöliakie Gesellschaft (DZG) e.V. empfiehlt deshalb, beim Einkauf auf glutenfreie Produkte zu achten. Bei Kindern kann es außerdem sinnvoll sein, auch Pflegeprodukte wie Duschgels und Shampoos ohne Gluten zu kaufen. Dann kann der Nachwuchs risikolos baden oder Haare waschen. Das beugt Problemen vor, wenn der Nachwuchs aus Versehen Badewasser schluckt oder seine eingecremten Finger in den Mund steckt.

Die entsprechenden kosmetischen Produkte tragen anders als glutenfreie Lebensmittel allerdings kein besonderes Siegel. Verbraucher müssen also die Inhaltsstoffe studieren. Hinweis auf Gluten geben nur die lateinischen Bezeichnungen der Getreidesorten:

  • Weizen (Triticum aestivum, Triticum vulgare oder Triticum turgidum durum)
  • Secale cereale (Roggen)
  • Hordeum districhon oder Hordeum vulgare (Gerste)
  • Triticum spelta (Dinkel) und
  • Avena sativa oder Avena strigosa (Hafer)

Tabletten und PillenFür Arzneimittel in Form von Tabletten, Pulvern oder Dragees kann Gluten als stärkehaltige Grundlage verwendet werden. Doch auch Augen- und Nasentropfen können Gluten enthalten. Bei der Anwendung von Nasentropfen besteht die Möglichkeit, dass Gluten über den Rachen in den Magen-Darm-Trakt gelangt. Die DZG weist darauf hin, dass Betroffene vor jeder Verschreibung von Medikamenten den Arzt auf die Erkrankung hinweisen und klären sollten, ob das verschriebene Präparat glutenhaltig sein könnte. Zudem solle darauf geachtet werden, dass auf dem Rezept das Feld “nec-aut-idem“ angekreuzt wird. So wird sichergestellt, dass der Betroffene in der Apotheke exakt das verschriebene Medikament erhält und kein wirkungsgleiches Mittel, das möglicherweise Gluten enthalten könnte. Bei frei verkäuflichen Produkten wie Nahrungsergänzungsmitteln sollte man sich vom Apotheker zu geeigneten glutenfreien Produkten beraten lassen. Besonders bei älteren Patienten ist das oft nicht einfach.

Da für den Verbraucher nicht immer auf einen Blick erkennbar ist, welche Produkte Gluten enthalten und welche nicht, bietet die DZG Orientierung für Betroffene mit einer Aufstellung glutenfreier Arzneimittel, Kosmetik-, Mund- und Zahnpflegeprodukte an. Infos unter unter www.dzg-online.de.

Quelle: Pressemitteilung der DZG vom 5.8.2013 www.dzg-online.de/files/130805-pm-gluten_in_medikamenten_und_kosmetik_fe.pdf.

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