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Ulrike, 12. März 2018 Einkaufen Entdecken

Gluten-Fallen von A bis Z

Das „bisschen“ Mehl in der Sauce, die Pommes aus dem Frittierfett, in dem auch Paniertes gebacken wurde: Die Gluten-Fallen in der täglichen Ernährung sind landläufig bekannt. Dass sich aber auch in bunter Knete für Kinder, Zahnpasta oder Medikamenten Gluten verstecken kann, ist vielen nicht bewusst. Der Versuch einer Liste:

Augentropfen: Augentropfen können tatsächlich Gluten enthalten. Es ist zwar unwahrscheinlich, dass sie in den Verdauungstrakt gelangen, wenn aber die Zöliakie-bedingte Hautkrankheit Dermatitis herpetiformis Duhring vorliegt, sollte man unbedingt auf glutenhaltige Augentropfen verzichten.

Babybad: Öle, Puder, Feuchttücher & Co. Babys nehmen alles in den Mund, weshalb es ratsam ist, für Kleinkinder mit Zöliakie ausschließlich Pflegeprodukte ohne Gluten zu verwenden.

Cremen: Gesichtscreme, Körperpflege und Öle können Gluten enthalten. Hier gilt es, die meist mit lateinischen Begriffen versehene Zutatenliste zu studieren, siehe Fachchinesisch.

Duschgel: Hier gilt dasselbe wie bei Cremes und Shampoos. Duschgel gelangt zwar nicht so leicht in den Mund, aber wenn Kinder mit Zöliakie im Haushalt leben, würde ich generell auf alle Produkte verzichten, die Gluten enthalten.

Fachchinesisch: Triticum (Weizen, Gerste) – secale cereale (Roggen) – Hordeum (Dinkel) – Avena (Hafer: ist nur bedingt glutenhaltig). Diese Begriffe sollten Sie bei der Hand bzw. im Kopf haben, wenn Sie die Zutatenlisten von Nahrungsergänzungsmitteln und Kosmetika studieren. Sie können ein Hinweis sein, dass sich Gluten in den Produkten befindet.

Globuli: sie bestehen aus Saccharose und dem aufgelösten Wirkstoff. Homöopathische Arzneien in Form der Kügelchen enthalten laut den meisten Herstellern kein Gluten und keine Laktose. Dennoch: nachfragen, vor allem, wenn die Arznei in einer anderen Form wie z.B. Tabletten verabreicht wird.

Haarshampoo: Kann Gluten enthalten. Jeder weiß, wie Haarshampoo schmeckt, weil es einfach jedem schon mal in den Mund gelangt ist, somit ist die Entscheidung für ein glutenfreies Shampoo sinnvoll. Hier gilt: Zutatenliste studieren.

Knete: Plastilin, Salzteig und ähnliches können im Gegensatz zu echtem Ton sehr wohl Gluten in kritischen Mengen enthalten. Da die bunte Knete leider auch manchmal im Kindermund landet, ist hier besondere Vorsicht geboten! Einige Hersteller werben aber damit, dass sie gluten- und laktosefreie Knete produzieren.

Lippenstift: Make up, Mascara, Rouge & Co. Kosmetikfirmen sind nicht verpflichtet, auf Allergene in ihren Produkten hinzuweisen. Beim Kauf von Schönheitsartikeln muss also jeder selber die Zutatenliste auf die meist lateinischen Begriffe (siehe Fachchinesisch) überprüfen. Generell kann man davon ausgehen, dass diese Produkte häufig Gluten enthalten.

Mundspülung: kann Gluten enthalten. Studieren Sie die Zutatenliste!

Nasentropfen: können ebenfalls glutenhaltig sein. Wer kenn nicht den seltsamen Geschmack, wenn die Tropfen über die Nase in den Rachenraum gelangen und sie sich somit bereits im Verdauungstrakt befinden.

Pille: DIE Pille gibt es von verschiedenen Herstellern. Meist sind es drageeförmige kleine Tabletten. Deren Ummantelung besteht, wie bei den meisten Tabletten, aus Stärke. Die gute Nachricht: Meistens wird bei der Pille und anderen Medikamenten Maisstärke verwendet.

Schüßler-Salze: Je nach Hersteller können Schüßler Salze sehr wohl Weizenstärke enthalten! Einige Hersteller verzichten aber bereits bewusst darauf und setzen stattdessen Mais- oder Kartoffelstärke ein. Gehört also von Mal zu Mal überprüft.

Tabletten: Pulver und Dragees können als stärkehaltige Grundlage Rohstoffe aus Weizen und Co. enthalten. In der Regel unterschreiten sie die zugelassene Höchstmenge an Gluten, wenn es jedoch gänzlich glutenfreie Alternativen gibt, sind diese jedenfalls vorzuziehen.

Weizenkeimöl: „mit wertvollem Weizenkeimöl“, so lautet oft die Werbe-Botschaft auf Pflegeprodukten, die bedenkliche Mengen an Gluten enthalten. Vor allem bei Kindern gilt: Finger weg! Weizenkeimöl ist übrigens auch in vielen Schönheitsprodukten enthalten.

Zahnpaste: Sehr selten, aber doch gibt es sie, die Zahnpaste mit Gluten. Auch beim Zahnarztbesuch sollten Sie auf Ihre Glutenunverträglichkeit hinweisen. Die Paste, mit der Zahnabdrücke gemacht werden, kann beispielsweise glutenhaltig sein.

Welche Gluten-Fallen kommen euch noch in den Sinn?

Übrigens: Die DZG bietet euch eine Übersicht über glutenfreie Produkte!

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Ulrike

Hallo allerseits! Mein Name ist Ulrike und ich darf euch künftig mit spannenden Neugikeiten rund ums glutenfreie Leben versorgen. Seit ich denken kann, interessiere ich mich brennend für alles, was mit Gesundheit und Ernährung zu tun hat. So ist auch das Kochen mein größtes und liebstes Steckenpferd. Meine Co-Moderatorinnen und ich freuen uns schon darauf, den glutenfreien Alltag mit tollen Artikeln und Tipps aufzupeppen! Viel Spaß, Eure Ulrike