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trudel, 23. August 2018 Schär

Was mache ich mit missratenen Gebäcken

Jedem Zöliakiebetroffenen ist beim Backen schon mal etwas nicht gelungen. Ich höre dann immer wieder, dass die Sachen in der Biotonne gelandet sind. Auch mir sind schon Gebäcke missraten. Gott sei Dank kommt das nicht sehr oft vor.

Heute erkläre ich euch aus meiner Erfahrung, was ich alles mit den missratenen Gebäcken gemacht habe.

Fangen wir mal an mit einem missratenen Biskuit. Daraus gibt es z.B. ein Tiramisu im Glas oder ich gebe die Biskuitstücke in ein Glas und fülle Pudding oder eine Weinschaumcreme darüber.

Aus Keksen, die auf dem Blech zerlaufen sind, mache ich Brösel. Mit dem Mixer mahle ich die Kekse oder wenn kein Mixer vorhanden ist, fülle ich sie in einen Gefrierbeutel und rolle mit dem Nudelholz darüber. Die Brösel eignen sich für eine no bake Torte. Ich verknete sie mit flüssiger Butter und drücke sie auf die mit Backpapier ausgelegte Springform und fülle die Quark- oder Frischkäsemasse darüber. Auf einen Mürbeteigboden streue ich Brösel, bevor ich das Obst darauf gebe.

 

Brot, das misslungen ist, schneide ich in Würfel, trockne die Würfel und mache im Mixer Semmelbrösel daraus. Für Croutons eignen sich die Brotwürfel gut, dafür brate ich sie in Butter an. In Olivenöl mit Rosmarin und Knoblauch angebraten sind die Würfel toll für einen Italienischen Brotsalat. Die Würfel können gut eingefroren werden.

 

Aus nicht so gut gelungenem Weißbrot mache ich einen Ofenschlupfer, das ist eine süßer Auflauf, der bei Kindern sehr beliebt ist.

Als mir einmal Kekse missraten sind, habe ich sie einfach im Mixer zu Mehl gemahlen. Ein Ei und noch etwas Butter und Milch dazu geknetet und Kugeln daraus geformt, auf eine mit Backpapier ausgelegtes Blech gesetzt und gebacken. Diese Kekse waren besonders gut- Leider kann ich euch das Rezept nicht genau sagen, da ich es spontan zusammen gemischt habe. Dass euch so etwas nicht passiert empfehle ich euch immer einen Probekeks zu backen, dann könnt ihr den Teig noch beeinflussen.

Keksbrösel sind wunderbar für Butterbrösel zu  Zwetschgenknödel oder für den Apfelstrudel

Also keine Angst vor missratenen Gebäcken haben. Einfach mal etwas ausprobieren. So entstehen oft neue Rezepte.

 

 

 

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Ich bin die Trudel und ihr kennt mich sicher schon über meine Website www.glutenfrei-kochen.de und den Blog blog.glutenfrei-kochen.de. Ich bin 70 Jahre alt, verheiratet, habe 3 Kinder und zwei Enkel. Seit 20 Jahren weiß ich, dass ich Zöliakie habe. Ich koche und backe leidenschaftlich gerne und mir fallen immer wieder neue Rezepte ein. Ich bin Kontaktperson für die DZG und betreue die Zöliakiegruppe Horb-Freudenstadt. Im Moment arbeite ich meine Nachfolgerin ein. Ich halte Backkurse mit verschiedenen Zöäliakiegruppen und habe mir vorgenommen, den Zölis die Angst vor dem Backen zu nehmen. Gerne möchte ich euch im Blog an meiner Erfahrung teilhaben lassen.