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Schär Team, 04. Januar 2012 Schär

Studie: Ernährungsstress nagt an Psyche

Zöliakie als Depressionsrisiko? Bei Zöliakie werden kleine Sünden schnell bestraft. Das wissen wir. Wer sich nicht an eine komplett glutenfreie Ernährung hält, muss dies mit Bauchschmerzen, Obstipation oder Diarrhö, Appetitlosigkeit sowie Übelkeit und Erbrechen bezahlen, eben dann, wenn Bestandteile des Klebereiweißes aus Mehlprodukten auf die überempfindlichen Zotten des Dünndarms treffen. Betroffene haben an sich gelernt, sich beim Essen einzuschränken und Gluten zu meiden.

Doch auch, wenn oder gerade weil man sich streng an die Ernährungsregeln hält, kann dies unschöne Folgen haben, berichtet das Deutsche Ärzteblatt: Betroffene werden dadurch nicht glücklich, sondern mitunter sogar depressiv, fand nun Joshua Smyth von der Penn State University in einer Umfrage in Chronic Illness (2011; doi: 10.1177/1742395311417639) heraus:

Er befragte 177 Frauen mit Zöliakie, die mit den Diätregeln gut zurecht kamen. Bei vielen betroffenen Frauen stellte der Forscher jedoch Symptome einer Depression oder einer Essstörung fest. Sie waren häufig unzufrieden mit ihrem Körper und beklagten sich über ihr Gewicht oder ihre Figur. Smyth führt den Psychostress vor allem auf die sozialen Nachteile zurück, die die Krankheit mit sich bringe. Viele Patienten könnten Einladungen zum Essen nicht annehmen, oder sie würden zögern, ihre Gastgeber mit den Anforderungen ihrer Zöliakie-bedingten Diät zu konfrontieren.

Quellen:  „Ernährungsstress: Zöliakie als Depressionsrisiko“, Deutsches Ärzteblatt online, 27. Dezember, Pressemitteilung der Penn State UniversityAbstract der Studie

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